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Kunst im Geschäftsgebäude

Mit einer Vernissage wurde am 13. November in der Hoffmannstraße 47 eine Ausstellung des Künstlers Robert Diedrichs (1923 – 1995) eröffnet.

Zu sehen sind dabei rund 50, überwiegend Anfang der 90er Jahre entstandene, Zeichnungen des gebürtigen Westfalen. Die Werke zeigen Menschen bei der Arbeit sowie Bewohner im öffentlichen Raum: sitzend, stehend, gehend, auf dem Markt, auf einer Parkbank, als Teilnehmer einer Demonstration oder in der Schlange vor einem Bankschalter. Die Arbeiten tragen Titel wie "Das Kind und der Bettler" oder "Nach der Währungsunion". Durch die Ausstellung soll den Besuchern der Geschäftsstelle das damals "neue Chemnitz" der Wende- und Nachwendezeit in Erinnerung gerufen werden.

Jährlich wechselnde Kunstausstellungen haben bei der CSg seit dem Umzug in das neue Geschäftsgebäude im November 2010 bereits Tradition. "Mitglieder und Mitarbeiter der Genossenschaft sollen dadurch einen Zugang zur Kunst in ihrer unmittelbaren Umgebung erhalten, ohne dafür extra ins Museum gehen zu müssen.", so Vorstand Ullrich Löschner. Unterstützt wird die CSg dabei durch die Neue Sächsische Galerie, welche für die Ausstellungen regelmäßig Werke aus Ihrem Fundus zur Verfügung stellen.

Deren Direktor Mathias Lindner nennt, hinsichtlich der aktuellen Ausstellung, Robert Diedrichs einen "Alltagsbeobachter", der es verstand, das, was er sah, mit schneller Feder auf Papier zu bringen. Er konnte in "wenigen, flüchtig hingeworfenen Strichen das Wesentliche" erfassen. Insofern gäben Diedrichs Bilder dem Betrachter auch eine Antwort auf die Frage "Wie war das damals?", so Lindner.

Die Ausstellung in der Hoffmannstraße 47 (09112 Chemnitz) kann bis April 2015 montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 15 Uhr besichtigt werden.